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Vergleich zum Vorjahr

Entwicklung in den Sparten


Nach fünf Jahren konnte in der Kraftfahrtversicherung erstmals wieder ein Beitragswachstum von 0,5 Prozent (Vorjahr: - 1,5 Prozent) auf 20,1 Milliarden Euro erzielt

werden. Beitragsverluste aufgrund der Bestandswanderungen in günstigere Tarifsegmente oder niedrigere Schadenfreiheitsklassen wurden durch die positiven Überhangeffekte in der Vollkaskoversicherung aus den Neuzulassungen im Jahr 2009 (»Abwrackprämie«) kompensiert. Des Weiteren deutete sich ein Ende des Preissenkungszyklus an. Schadenseitig wirkten sich der lange Winter und der Orkan »Xynthia« sowie vermutlich die steigende Verbreitung des Rabattschutzes und die ansteigende Konjunktur negativ aus. Der Geschäftsjahresschadenaufwand stieg um 2,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro und die Combined Ratio auf rund 105 Prozent (Vorjahr: 103,3 Prozent).

In den Sachversicherungssparten erhöhten sich die Beiträge erneut um 1,5 Prozent (Vorjahr: +2,6 Prozent) auf 15,2 Milliarden Euro. Ursächlich hierfür waren neben dem inflationsbedingten Anstieg in den privaten Sachsparten auch die gestiegenen Beitragseinnahmen aufgrund der verbesserten konjunkturellen Entwicklung in den gewerblichen Sparten. Auf der Schadenseite hatte infolge der intensiven Frostperiode die Verbundene Gebäudeversicherung eine Vielzahl an Leitungswasserschäden zu verkraften. Hinzu kamen die durch den Orkan »Xynthia« verursachten Sturm- und Hagelschäden sowie die Überschwemmungsschäden durch das Neiße-Spreehochwasser. Insgesamt erhöhten sich die Geschäftsjahresschadenaufwendungen auf 11,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 10,2 Milliarden Euro). Infolge dieser Entwicklung stieg die Combined Ratio von 92,5 Prozent auf rund 100 Prozent.

Die Beitragseinnahmen in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung wiesen einen Rückgang von 1,0 Prozent (Vorjahr: +0,1 Prozent) auf. Damit lagen die Prämien mit 6,8 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Mögliche Beitragserhöhungen zum 1. Juli 2010 aufgrund der Prämienangleichungsklausel konnten die Beitragsverluste – ausgelöst durch die vergangene Wirtschaftskrise – nicht kompensieren. Bei stagnierenden Schadenaufwendungen ergab sich eine annährend unveränderte Combined Ratio von rund 91 Prozent.

Wie bereits im Vorjahr konnte die Allgemeine Unfallversicherung ein Beitragswachstum von 0,5 Prozent vorweisen. Die Prämieneinnahmen erreichten somit 6,4 Millionen Euro. Die Schadenaufwendungen nahmen allerdings etwas stärker zu, sodass auch die Combined Ratio von 79,3 Prozent auf rund 81 Prozent anstieg.

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