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Vergleich zum Vorjahr

Finanzlage


Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Eine grundsätzliche Zielsetzung des Finanzmanagements der ERGO Direkt Versicherung AG ist ein effizientes Liquiditätsmanagement. Die überschüssige Liquidität wird ertragreich angelegt. Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf könnte im Bedarfsfall durch andere Gesellschaften der ERGO Direkt Versicherungen ausgeglichen werden.

Im Rahmen des Finanzmanagements gewährleisten wir darüber hinaus jederzeit die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften und der Anforderungen aus den internen Risikomodellen.

Kapitalstruktur

Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital der ERGO Direkt Versicherung AG um 4,2 Millionen Euro auf 50,5 Millionen Euro gewachsen.

Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 3,9 Millionen Euro wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Mit dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 von 4,2 Millionen Euro erhöht sich entsprechend das Eigenkapital.

Unverändert blieben die ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital in Höhe von 6,3 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2010 wurde die aufgrund aktienrechtlicher Vorschriften gebildete Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen auf 0,4 Millionen Euro abgesenkt.

Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln

Beschränkungen der Verfügbarkeit von Finanzmitteln lagen im Geschäftsjahr 2010 bei der ERGO Direkt Versicherung AG nicht vor.

Rückstellungen von wesentlicher Bedeutung

Am Bilanzstichtag beliefen sich die versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen auf 148,7 Millionen Euro (Vorjahr: 144,4 Millionen Euro) und die anderen Rückstellungen auf 5,8 Millionen Euro (Vorjahr: 4,3 Millionen Euro). Bezogen auf die Bilanzsumme betrug der Anteil der Rückstellungen 72,9 Prozent (Vorjahr: 70,7 Prozent). Davon entfielen 70,1 Prozent auf die versicherungstechnischen Rückstellungen (Vorjahr: 68,6 Prozent).

Die Netto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle war mit einem Anteil von 49,9 Prozent (Vorjahr: 47,5 Prozent) der größte Posten innerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen. Dazu gehören diejenigen Rückstellungen, die auf Basis von Schätzungen für künftige Schadenaufwendungen und Schadenregulierungskosten für bis zum Jahresende gemeldete Versicherungsfälle gebildet werden. Enthalten sind hier auch Rückstellungen für wiederauflebende Schäden sowie für unerkannte Großschäden in der Sparte Kraftfahrt-Haftpflicht. Zusätzlich wird eine Rückstellung für Versicherungsfälle gebildet, die bis zum Abschlussstichtag eingetreten sind, aber noch nicht gemeldet wurden.

Die Netto-Beitragsüberträge sind mit einem Anteil von 38 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent) an den versicherungstechnischen Rückstellungen eine weitere wesentliche Position. Durch die Beitragsüberträge werden Beiträge, die auf künftige Jahre entfallen, abgegrenzt. Der Grund für die hohe Rückstellungsbildung liegt hauptsächlich in den Produkten Garantieverlängerung und Brillenversicherung. Bei der Garantieverlängerungsversicherung tritt die Gesellschaft erst mit Ablauf der Herstellergarantie in Haftung.

Weitere wesentliche Rückstellungen sind die Schwankungsrückstellung und die sonstige versicherungstechnische Rückstellung. Der Anteil der Schwankungsrückstellung an den gesamten versicherungstechnischen Rückstellungen betrug im Geschäftsjahr 1,3 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent). Sie wird zum Ausgleich zukünftiger Schwankungen im Schadenverlauf gebildet. Die sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellung in Höhe von 16,2 Millionen Euro (Vorjahr: 15,5 Millionen Euro) spiegelt hauptsächlich die Verpflichtung zur Beitragsrückzahlung aus der Dauergarantie wider sowie eine Rückstellung für drohende Verluste im Bereich der Kraftfahrtversicherung.

Liquidität

Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus laufenden Beitragseinnahmen sowie Erträgen und Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit sind um 6,9 Prozent von 154,0 Millionen Euro auf 143,4 Millionen Euro gesunken. Die Mittelzuflüsse aus den Erträgen, Rückflüssen sowie Veräußerungen von Kapitalanlagen beliefen sich im Jahr 2010 auf 33,5 Millionen Euro, nach 41,8 Millionen Euro im Jahr 2009.

Die wesentlichen Mittelabflüsse ergeben sich aus Aufwendungen für Versicherungsfälle, für den laufenden Versicherungsbetrieb sowie aus den abgeführten Versicherungsteuern und Gewinnen. Die Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhten sich im Geschäftsjahr um 8,0 Prozent von 97,9 Millionen Euro auf 105,6 Millionen Euro.

Vom Liquiditätssaldo in Höhe von 37,7 Millionen Euro (Vorjahr: 56,1 Millionen Euro) wurden unter Einbeziehung des Liquiditätsvortrages im Rahmen des Mandates der Strategischen Asset Allocation 35,6 Millionen Euro wieder am Kapitalmarkt angelegt.

Zum Geschäftsjahresende 2010 betrug der Liquiditätsbestand 8,6 Millionen Euro, nach 6,5 Millionen Euro im Vorjahr.

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