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Vergleich zum Vorjahr

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Allgemeines

Struktur und Inhalt des Lageberichts entsprechen den Regelungen des Handelsgesetzbuches und den Konkretisierungen durch den Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 15 (DRS 15). Darüber hinaus wurden die Standards Nr. 5 und Nr. 5-20 berücksichtigt.

Den neuen Berichterstattungspflichten aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde Rechnung getragen. Die mit dem BilMoG zum Übergangszeitpunkt 1. Januar 2010 verbundenen Wahlrechte wurden teilweise ausgeübt. Nähere Angaben sind unter den Erläuterungen der konkreten Posten der Bilanz- sowie Gewinn- und Verlustrechnung zu finden. Gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB wurden die Vorjahreszahlen nicht an die Vorschriften des BilMoG angepasst.

Im Geschäftsbericht wurde jede Zahl und Summe jeweils kaufmännisch gerundet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Kapitalanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Wertansätzen bewertet. Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet.

Zur Absicherung zukünftiger Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan hält die Gesellschaft Münchener Rück-Aktien. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung liegen Bewertungseinheiten aus gehaltenen Münchener Rück-Aktien und Verpflichtungen aus ausgegebenen Wertsteigerungsrechten für die Tranchen 2006 bis 2009 vor. Dazugehörende Verpflichtungen sind in gleicher Höhe bei der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen ausgewiesen.

Die im Rahmen des langfristigen Incentive-Plans erworbenen Aktien wurden wie Umlaufvermögen mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit ihrem niedrigeren Wert nach Maßgabe des Börsenpreises am Abschlussstichtag bewertet.

Aktien, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Umlaufvermögen werden zu Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen nach dem strengen Niederstwertprinzip. Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet.

Inhaberschuldverschreibungen, die nach § 341 b HGB dem Anlagevermögen zugewidmet worden sind, werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Die unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Zero-Schuldscheinforderungen und Zero-Namensschuldverschreibungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Bei sonstigen Ausleihungen, deren beizulegender Wert unter ihrem Buchwert liegt, wurden außerplanmäßige Abschreibungen unterlassen, da die Wertminderung von vorübergehender Dauer ist. Bonitätsbedingte Wertänderungen liegen nicht vor.

Die übrigen Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie nicht notierte Genussscheine sind zum Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Tilgungen, eingestellt.

Disagiobeträge werden passivisch, Agiobeträge aktivisch abgegrenzt und auf die Laufzeit verteilt.

Die Bewertung der Einlagen bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Zeitwertermittlung

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem Börsenkurs am Bilanzstichtag, nach dem Ertragswertverfahren und nach der adjusted present value Methode und anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31.12.2010 ermittelt. Bei zeitnahem Erwerb von Anteilen werden die Anschaffungskosten zugrunde gelegt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden nach der adjusted present value Methode ermittelt.

Die Zeitwerte von Aktien, Inhaberschuldverschreibungen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren richten sich nach den jeweiligen Börsenkursen am Bilanzstichtag. Die Zeitwerte von Investmentanteilen werden mit den Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag bewertet.

Die zum Nennwert bilanzierten Ausleihungen sowie die Zero-Schuldscheinforderungen und Zero-Namensschuldverschreibungen werden anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31.12.2010 bewertet.

Forderungen

Forderungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Bei Forderungen an Versicherungsnehmer sind Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt aufgrund von Erfahrungswerten. Die Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern werden im Einzelfall entsprechend des Ausfallrisikos bewertet.

Latente Steuern

Die Ausübung des Aktivierungswahlrechtes bei einem Überhang aktiver latenter Steuern über die passiven wird nicht angewendet. Daher ist kein Bilanzposten aufzunehmen. Unter den Erläuterungen der Bilanz sind weitere Einzelheiten zu entnehmen.

Beitragsüberträge

Die Brutto-Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Geschäft werden grundsätzlich für jeden Versicherungsvertrag einzeln nach der taggenauen Berechnungsmethode ermittelt. Im selbst abgeschlossenen Geschäft aus dem Vermittlergeschäft werden die Beitragsüberträge auch unter Zugrundelegung von Abrechnungsunterlagen aus dem laufenden Geschäft berechnet.

Der Abzug der nicht übertragsfähigen Anteile erfolgte gemäß Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974.

Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft werden die Beiträge anhand der Angaben der Vorversicherer gebildet.

Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft werden anhand der Rückversicherungsverträge ermittelt.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beinhaltet die Rückstellung für Versicherungsfälle, die Rentendeckungsrückstellung, die pauschale Spätschadenrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen.

Die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle wurde weit überwiegend für jeden Versicherungsfall individuell ermittelt. Zweifelsfrei zu erwartende Erträge aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen werden bei der Bewertung der Schäden mindernd berücksichtigt.

Die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle beinhaltet eine pauschale Schätzung für Geschäftsjahres-Schäden, die in dem Zeitraum zwischen Fast-Close-Stichtag und dem 31.12. des Geschäftsjahres gemeldet werden. Diese Schätzung wird auf Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ermittelt. Für Wiederinkraftsetzungsfälle und unerkannte Großschäden wurden in der Sparte Kraftfahrt-Haftpflicht angemessene Beträge zurückgestellt.

Die Rentendeckungsrückstellung wurde nach der prospektiven Methode – individuell für jeden Versicherungsfall – unter Berücksichtigung explizit angesetzter Kosten berechnet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 2,25 Prozent sowie Sterbewahrscheinlichkeiten nach der Sterbetafel DAV 2006 HUR verwendet.

Die pauschale Spätschadenrückstellung wird auf der Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ermittelt.

Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 2. Februar 1973 berechnet. Für externe Regulierungskosten werden Rückstellungen für jeden bekannten Versicherungsfall einzeln ermittelt.

Schadenrückstellungen für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft werden nach den Angaben der Vorversicherer gebildet.

Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft werden anhand der Rückversicherungsverträge ermittelt.

Schwankungsrückstellung

Die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf werden gemäß § 29 RechVersV berechnet.

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden entsprechend dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Die Rückstellung für Drohende Verluste wird aufgrund der beobachteten Schadenverläufe in der Vergangenheit und des erwartenden Verpflichtungsüberschuss nach § 341 e HGB in den Sparten Kraftfahrt-Haftpflicht- und Vollkasko ermittelt.

Andere Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit“-Methode) ermittelt.

Dabei sind neben den modifizierten Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ein Einkommenstrend von 3,0 Prozent sowie ein Rententrend von 2,0 Prozent maßgeblich. Der Rechnungszins wurde aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Werten des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre entsprechend dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 HGB für eine Laufzeit von 15 Jahren übernommen. Zum 1. Januar 2010 wird der Zinssatz von 5,25 Prozent und zum 31. Dezember 2010 der Zinssatz von 5,16 Prozent zugrunde gelegt.

In den Rückstellungen für betriebliche Altersversorgung sind kongruent rückgedeckte Zusagen aus Entgeltumwandlung enthalten. Aufgrund der kongruenten Rückdeckung erfolgt die Bewertung der Rückstellung entsprechend dem aktivierten Betrag der Rückdeckungsversicherung. Abgesichert wird bei dieser Bewertungseinheit das Ausfallrisiko, wobei der unter den sonstigen Forderungen ausgewiesene Aktivwert und die Verpflichtung jeweils in Höhe von 433 Tausend Euro bilanziert sind.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden.

Gemäß BilMoG sind langfristige Rückstellungen abzuzinsen (Restlaufzeit größer einem Jahr). Die sich aus der Abzinsung ergebenden Erträge werden mit den Aufwendungen aus Zuführung zur Rückstellung saldiert (Nettomethode) und unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Übrige Aktiva und Passiva

Die nicht einzeln erwähnten Forderungen und Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, erforderlichenfalls gemindert um Wertberichtigungen, bewertet. Verbindlichkeiten, die vorherstehend nicht gesondert dargestellt sind, werden in der Regel mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsrechnung

Sofern Beträge in fremder Währung vorliegen, werden diese zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet. Die Fremdwährungsaktiva und -passiva werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren (höheren) Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Bilanzierungsstetigkeit

Die auf den vorgenannten Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten, sofern hier nicht die erstmals angewendeten Vorschriften des BilMoG Anpassungen erforderten.

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