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Vergleich zum Vorjahr

Finanzlage


Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Eine grundsätzliche Zielsetzung des Finanzmanagements der ERGO Direkt Lebensversicherung AG ist ein effizientes Liquiditätsmanagement. Die überschüssige Liquidität wird ertragreich angelegt. Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf könnte im Bedarfsfall durch andere Gesellschaften der ERGO Direkt Versicherungen ausgeglichen werden.

Im Rahmen des Finanzmanagements gewährleisten wir darüber hinaus jederzeit die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften und der Anforderungen aus den internen Risikomodellen.

Kapitalstruktur

Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital der ERGO Direkt Lebensversicherung AG um 12,0 Millionen Euro auf 74,0 Millionen Euro gestiegen. Unverändert blieben die ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital in Höhe von 6,1 Millionen Euro. Die aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorschriften gebildete Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen gingen auf 2,3 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 2,6 Millionen Euro).

Die vorhandenen Eigenmittel betrugen zum 31. Dezember 2010, berechnet gemäß den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften, 329,5 Millionen Euro (Vorjahr: 315,5 Millionen Euro). Die notwendigen Eigenmittel beliefen sich auf 166,9 Millionen Euro (Vorjahr: 155,0 Millionen Euro). Die Überdeckung der Eigenmittel (Solvabilitätsspanne) erhöhte sich um 2,1 Millionen Euro auf 162,6 Millionen Euro und beträgt jetzt 197,4 Prozent (Vorjahr: 203,6 Prozent).

Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln

Beschränkungen der Verfügbarkeit von Finanzmitteln lagen im Geschäftsjahr 2010 bei der ERGO Direkt Lebensversicherung AG nicht vor.

Rückstellungen von wesentlicher Bedeutung

Am Bilanzstichtag beliefen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen auf 3,714 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,505 Milliarden Euro) und die anderen Rückstellungen auf 33,6 Millionen Euro (Vorjahr: 24,8 Millionen Euro). Bezogen auf die Bilanzsumme betrug der Anteil der Rückstellungen 90,5 Prozent (Vorjahr: 90,1 Prozent). Davon entfielen 89,7 Prozent (Vorjahr: 89,4 Prozent) auf die versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die Deckungsrückstellung bildet mit 90,2 Prozent (Vorjahr: 90,0 Prozent) den größten Posten innerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen. Im Jahr 2010 stieg die Netto-Deckungsrückstellung um 194,0 Millionen Euro auf 3,350 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,156 Milliarden Euro).

Den zweitgrößten Posten innerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen bildet die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB). Aus dem Geschäftsergebnis wurden der RfB, der Reserve für die künftige Überschussbeteiligung unserer Kunden, 60,6 Millionen Euro (Vorjahr: 77,7 Millionen Euro) zugeführt. Gleichzeitig wurden der RfB 54,4 Millionen Euro (Vorjahr: 51,7 Millionen Euro) entnommen, die wir den Kunden als Überschussbeteiligung für 2010 gutgeschrieben haben. Die RfB wies am Jahresende einen Stand von 315,5 Millionen Euro (Vorjahr: 309,3 Millionen Euro) auf und hat einen Anteil von 8,5 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent) an den versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die übrigen Anteile an den versicherungstechnischen Rückstellungen entfallen auf die Rückstellung für Beitragsüberträge, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und die Deckungsrückstellung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird. Sie beliefen sich 2010 auf insgesamt 48,6 Millionen Euro (Vorjahr: 39,5 Millionen Euro). Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden ausreichend mit Kapitalanlagen bedeckt. Die Abstimmung und Steuerung erfolgt im Rahmen des Asset-Liability-Managements.

Liquidität

Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus laufenden Beitragseinnahmen und Einmalbeiträgen sowie Erträgen und Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit sind um 6,2 Prozent von 1.893,9 Millionen Euro auf 1.777,0 Millionen Euro gesunken. Die Mittelzuflüsse aus den Erträgen, Rückflüssen sowie Veräußerungen von Kapitalanlagen beliefen sich im Jahr 2010 auf 871,0 Millionen Euro, nach 988,1 Millionen Euro im Jahr 2009.

Die wesentlichen Mittelabflüsse ergeben sich aus den Ablaufleistungen sowie den Aufwendungen für Versicherungsfälle und für den laufenden Versicherungsbetrieb. Die Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhten sich im Geschäftsjahr um 5,7 Prozent von 812,9 Millionen Euro auf 859,1 Millionen Euro.

Vom Liquiditätssaldo in Höhe von 917,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1.081,0 Millionen Euro) wurden unter Einbeziehung des Liquiditätsvortrages im Rahmen des Mandates der Strategischen Asset Allocation 880,7 Millionen Euro wieder am Kapitalmarkt angelegt.

Zum Geschäftsjahresende 2010 betrug der Liquiditätsbestand 81,6 Millionen Euro, nach 44,4 Millionen Euro im Vorjahr.

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