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Vergleich zum Vorjahr

Die Lebensversicherung in den Jahren 2011 und 2012


Die begrenzte Leistungsfähigkeit von umlagefinanzierten Sozialversicherungssystemen ist bekannt. Lebensversicherungen sind ein unverzichtbarer, integraler Bestandteil des modernen Lebens. Ihre herausragende Rolle in der Alterssicherung wird künftig noch weiter wachsen. Dazu beigetragen hat auch, dass die Lebensversicherungsbranche in der Finanzkrise ihre Stabilität unter Beweis gestellt hat. Das gilt insbesondere im Vergleich zu anderen privaten Anbietern von Vorsorgeleistungen, etwa Banken und Investmentfonds.

Für die nächsten Jahre erwarten wir, dass Produkte mit rentenförmigen Auszahlungen weiter an Bedeutung gewinnen werden – sowohl in klassischer Variante als auch in Form moderner fondsgebundener Produktlösungen. Der Aspekt der Sicherheit ist den Menschen weiterhin sehr wichtig. Im Bereich fondsgebundener Versicherungen wird daher der Stellenwert von Mindestgarantien steigen. Zusätzlich werden in diesem Geschäftsfeld innovative Kapitalanlagekonzepte immer bedeutsamer, nicht nur vor dem Hintergrund der Garantiesicherung, sondern auch aufgrund der Renditeerwartungen der Kunden. Geschäftsimpulse sind auch im Bereich der Absicherung von Invaliditäts- oder Pflegefallrisiken zu erwarten.

Durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise bei der Vertragsgestaltung, ist der langfristige Altersvorsorgecharakter von Einmalbeitragsversicherungen weiter zu stärken, um vorwiegend durch Renditeüberlegungen motivierte Nachfrage einzuschränken. Dazu hat insbesondere auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits Stellung bezogen. Daneben beabsichtigt der Gesetzgeber vor dem Hintergrund des nachhaltig niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt, den höchstzulässigen Rechnungszins für neue Verträge zum 1. Juli 2011 auf 1,75 Prozent zu senken.

Die Prognose der Geschäftsentwicklung für das nächste Jahr ist durch die zunehmende Volatilität der Beiträge aufgrund der anhaltend großen Bedeutung von Einmalbeiträgen erschwert. Unter der Annahme einer moderaten Reduktion des Einmalbeitragsgeschäfts rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2011 in der Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) mit einem Rückgang der Prämieneinnahmen um 3,5 Prozent.

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