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Vergleich zum Vorjahr

Finanzlage


Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Eine grundsätzliche Zielsetzung des Finanzmanagements der ERGO Direkt Krankenversicherung AG ist ein effizientes Liquiditätsmanagement. Die überschüssige Liquidität wird ertragreich angelegt. Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf könnte im Bedarfsfall durch andere Gesellschaften der ERGO Direkt Versicherungen ausgeglichen werden.

Im Rahmen des Finanzmanagements gewährleisten wir darüber hinaus jederzeit die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften und der Anforderungen aus den internen Risikomodellen.

Kapitalstruktur

Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital der ERGO Direkt Krankenversicherung AG um 17,8 Millionen Euro auf 80,0 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 9,5 Millionen Euro wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Bei Thesaurierung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2010 von 17,8 Millionen Euro erhöht sich entsprechend das Eigenkapital.

Die vorhandenen Eigenmittel betrugen zum 31. Dezember 2010, berechnet gemäß den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften, 80,0 Millionen Euro (Vorjahr: 62,0 Millionen Euro). Die notwendigen Eigenmittel beliefen sich auf 35,8 Millionen Euro (Vorjahr: 29,5 Millionen Euro). Die Überdeckung der Eigenmittel (Solvabilitätsspanne) beträgt 223 Prozent (Vorjahr: 210 Prozent).

Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln

Beschränkungen der Verfügbarkeit von Finanzmitteln lagen im Geschäftsjahr 2010 bei der ERGO Direkt Krankenversicherung AG nicht vor.

Rückstellungen von wesentlicher Bedeutung

Am Bilanzstichtag beliefen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen auf 273,4 Millionen Euro (Vorjahr: 237,4 Millionen Euro). Davon ist die Deckungsrückstellung in Höhe von 214,7 Millionen Euro (Vorjahr: 184,9 Millionen Euro) die größte Position. Der Anteil der Deckungsrückstellung an den gesamten versicherungstechnischen Rückstellungen betrug 78,5 Prozent (Vorjahr: 77,9 Prozent). Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung belief sich auf 36,1 Millionen Euro (Vorjahr: 31,8 Millionen Euro) und ist mit 13,2 Prozent (Vorjahr: 13,4 Prozent) die zweitgrößte Position der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden ausreichend mit Kapitalanlagen bedeckt. Die Abstimmung und Steuerung erfolgt im Rahmen des Asset-Liability-Managements.

Liquidität

Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus laufenden Beitragseinnahmen sowie Erträgen und Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit sind um 17,2 Prozent von 290,4 Millionen Euro auf 340,3 Millionen Euro gestiegen. Die Mittelzuflüsse aus den Erträgen, Rückflüssen sowie Veräußerungen von Kapitalanlagen beliefen sich im Jahr 2010 auf 73,7 Millionen Euro, nach 47,0 Millionen Euro im Jahr 2009.

Die wesentlichen Mittelabflüsse ergeben sich aus den Aufwendungen für Versicherungsfälle und für den laufenden Versicherungsbetrieb. Die Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhten sich im Geschäftsjahr um 7,2 Prozent von 202,9 Millionen Euro auf 217,4 Millionen Euro.

Vom Liquiditätssaldo in Höhe von 122,8 Millionen Euro (Vorjahr: 87,5 Millionen Euro) haben wir unter Einbeziehung des Liquiditätsvortrages im Rahmen des Mandates der Strategischen Asset Allocation 102,2 Millionen Euro wieder am Kapitalmarkt angelegt.

Zum Geschäftsjahresende 2010 betrug der Liquiditätsbestand 33,3 Millionen Euro, nach 12,7 Millionen Euro im Vorjahr.

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