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Sonstige Risiken


Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen können eine erhebliche Bedeutung haben. Dadurch entstehen im Zeitablauf sowohl Chancen als auch Risiken. Deshalb unterliegen alle diese Entwicklungen einer ständigen Beobachtung. Den Risiken begegnen wir darüber hinaus durch aktive Mitarbeit in Verbänden und Gremien.

Die künftigen regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement sind transparenter geworden, da das Solvency-II-Projekt der Europäischen Union vorankam. Namentlich die 2009 erfolgte Verabschiedung der Solvency-II-Richtlinie schaffte mehr Klarheit. Die KarstadtQuelle Versicherung AG unterstützt eine zügige Weiterentwicklung und Implementierung des angestrebten Regelwerkes, das in allen wesentlichen Teilen unseren Risikomanagement-Ansätzen entspricht. Intern treiben wir proaktiv die Einführung eines eigenen gruppenweiten Risikomodells voran und richten das Risikomanagement-System auf Solvency II aus. Wir sorgen somit für eine frühzeitige Umsetzung der entsprechenden Standards.

Risiken aufgrund falscher Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt definiert die KarstadtQuelle Versicherung AG als strategische Risiken. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seine Geschäftsfelder. Diese Risiken treten meistens mit zeitlichem Vorlauf sowie im Zusammenhang mit anderen Risiken auf. Wir begegnen den strategischen Risiken, indem wir strategische Entscheidungsprozesse und Risikomanagement eng miteinander verzahnen. Dies umfasst kulturelle wie organisatorische Aspekte.

Das Risiko eines Schadens aufgrund der Verschlechterung des Ansehens des Unternehmens in der Öffentlichkeit, bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten, wie zum Beispiel Aufsichtsbehörden, wird als Reputationsrisiko bezeichnet. Dieses Risiko überwachen wir, indem wir an verschiedenen Stellen der ERGO Versicherungsgruppe Identifikationsprozesse etabliert haben, so auch bei KarstadtQuelle Versicherungen (zum Beispiel im Bereich “Externe Kommunikation“). Die definierte Compliance-Richtlinie hat den Schutz der KarstadtQuelle Versicherung AG und ihrer Mitarbeiter zum Ziel. Compliance bedeutet Handeln im Einklang mit den geltenden Gesetzen sowie den unternehmensinternen Regeln und Grundsätzen. Durch die Umsetzung sollen unter anderem Reputationsrisiken, persönliche Strafbarkeitsrisiken für Mitarbeiter und Organmitglieder, Haftungsrisiken, behördliche Sanktionen und Verfahrensrisiken, Interessenkonflikte zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden und/oder seinen Mitarbeitern vermieden werden.

Im Geschäftsjahr 2009 setzte sich das Risikomanagement gezielt und umfassend mit den Risiken aus der Insolvenz der Arcandor AG auseinander. Dazu zählten insbesondere Reputationsrisiken hinsichtlich der Aufklärung über die Eigentumsverhältnisse. Neben einer breiten Marketingkampagne tragen wir letztendlich dem verbleibenden Risikopotenzial in diesem Zusammenhang durch eine Umbenennung in ERGO Direkt Versicherungen im Jahr 2010 Rechnung.

Darüber hinaus erfasst das Risikofrüherkennungssystem gemäß KonTraG unter anderem sogenannte Emerging Risks – also Risiken die entstehen, weil sich die Rahmenbedingungen (etwa die rechtlichen, sozialpolitischen oder naturwissenschaftlich-technischen) ändern, und die deshalb noch nicht erfasste beziehungsweise noch nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portefeuille haben können. Bei ihnen ist die Unsicherheit in Bezug auf Schadenausmaß und -eintrittswahrscheinlichkeit naturgemäß sehr hoch. Trends und schwache Signale identifizieren wir auf vielfältige Weise, etwa mithilfe der systematischen Trendforschung unserer Konzernentwicklung, unseres Knowledge-Managements oder der Emerging-Risk-Risikoabfragen.

Wie bereits in diesem Geschäftsbericht erläutert, hat die ERGO Versicherungsgruppe sich für eine neue Markenstrategie entschieden.

Zukünftig erfolgt der Marktauftritt der KarstadtQuelle Versicherung als ERGO Direkt Versicherung.

Durch intensive interne und externe Kommunikation werden wir möglichen negativen Auswirkungen der neuen ERGO-Markenstrategie von vornherein begegnen, indem wir die Beweggründe und die Veränderungen transparent darstellen.

Hierdurch wollen wir sicherstellen, dass Verunsicherungen im Verlaufe des Umstellungsprozesses vermieden werden und das Vertrauen unserer Kunden und der Mitarbeiter im Innen- und Außendienst erhalten bleibt.

Durch eine frühzeitige Anpassung unserer Strukturen, Prozesse, technischen Systeme und unseres Berichtswesens wollen wir einen reibungslosen Übergang schaffen. Die termingemäße Umsetzung aller Maßnahmen wird innerhalb einer speziellen Projektstruktur überwacht. Zudem werden alle Risiken, die aus der geänderten ERGO-Markenstrategie entstehen können, im Rahmen unseres Risikomanagements im Risikomanagement-Kreislauf überwacht.

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