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Vermögenslage


Kapitalanlagenbestand

Das Kapitalanlagevolumen (ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer) der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG ist im Jahr 2009 auf 3,725 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr: 3,565 Milliarden Euro). Darin ist eine separate Abteilung des Sicherungsvermögens für das Portfolio zum Kapitalisierungsprodukt MaxiZins enthalten. Dieses lag zum Jahresende bei 516,3 Millionen Euro (Vorjahr: 390,9 Millionen Euro) und entspricht 13,9 Prozent des Kapitalanlagenbestandes.

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2009

2008

 

Mio. €

%

Mio. €

%

 

 

 

 

 

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

10,2

0,3

8,3

0,2

 

 

 

 

 

Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

40,5

1,1

41,0

1,2

 

 

 

 

 

Sonstige Kapitalanlagen

 

 

 

 

1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

671,1

18,0

767,6

21,5

2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

423,4

11,4

296,3

8,3

3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen

0,0

0,0

0,0

0,0

4. Sonstige Ausleihungen

2.556,1

68,7

2.353,0

66,1

5. Einlagen bei Kreditinstituten

20,2

0,5

96,5

2,7

6. Andere Kapitalanlagen

0,1

0,0

0,0

0,0

Summe

3.721,5

100,0

3.562,7

100,0

 

 

 

 

 

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

3,1

1,9

 

 

 

 

 

Kapitalanlagen insgesamt

3.724,6

3.564,6

Grafik I
Grafik II

Im Zuge der Finanzkrise und deren Nachwirkungen haben wir die Aktienquote im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Risikogründen weiter zurückgefahren und auf 0,4 Prozent gesenkt.

Der Bestand der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen bewegte sich mit 40,5 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (41,0 Millionen Euro).

Den Bestand an Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren reduzierten wir auf 671,1 Millionen Euro (Vorjahr: 767,6 Millionen Euro). Dies entspricht einem Anteil von 18,0 Prozent an den gesamten Kapitalanlagen (Vorjahr: 21,5 Prozent).

Den Bestand an Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen erhöhten wir dagegen von 2.172,8 Millionen Euro auf 2.421,8 Millionen Euro. Der Anteil am Kapitalanlagenbestand stieg damit auf 65,0 Prozent.

Zur Absicherung zukünftiger Verpflichtungen aus den langfristigen Incentive-Plänen hält die KarstadtQuelle Lebensversicherung AG Aktien der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Weitere detaillierte Informationen finden Sie im Anhang in den Kapiteln Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Sonstige Angaben.

Bei der Kapitalanlage wurden soziale, ethische und ökologische Grundsätze berücksichtigt. Unsere bestehenden Kapitalanlagen und neue Investments in Aktien, Unternehmens-, Bank- und Staatsanleihen müssen bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Hierzu wurde überwiegend in Unternehmen investiert, die Mitglieder der Indizes Dow Jones Sustainability, FTSE 4 Good, ASPI, ESI oder KLD Domini sind oder den Nachhaltigkeitskriterien anerkannter Nachhaltigkeitsratingagenturen genügen. Der kontinuierliche und systematisch angelegte Prozess wird durch unseren Asset-Manager MEAG durchgeführt und begleitet. Seit 2007 haben wir unsere Nachhaltigkeitskriterien bei Unternehmens- und Bankanleihen zusätzlich verschärft. Wir sind davon überzeugt, dass es sich langfristig günstig auf Risiko und Ertrag auswirkt, bei der Kapitalanlage Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen.

Bewertungsreserven

Im Kapitel Erläuterungen der Bilanz weist die KarstadtQuelle Lebensversicherung AG die Zeitwerte der Kapitalanlagen aus. Der Unterschied zwischen Zeit- und Buchwert wird als Bewertungsreserve bezeichnet. Zeitwerte sind Momentaufnahmen, sie spiegeln die Marktsituation zu einem bestimmten Zeitpunkt wider. Sie entwickeln sich nicht stetig, sondern unterliegen vielmehr größeren Schwankungen. Der Zeitwert des weitaus größten Teils des Kapitalanlagenbestandes der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG ist Schwankungen des Zinsniveaus unterworfen. Die Beruhigung an den Kapitalmärkten und unsere vorsichtige Anlagepolitik im Jahr 2009 führten zu einer Erhöhung der Nettoreserven auf 39,8 Millionen Euro (Vorjahr: 15,7 Millionen Euro).

Gemäß dem Wahlrecht nach § 341b Abs. 2 S. 1 HGB sind bei der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG Wertpapiere nach den für Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert worden. Soweit die Zeitwerte unter den Buchwerten liegen, werden dennoch, unabhängig davon, ob die Wertminderungen von Dauer sind, Abschreibungen auf die niedrigeren Zeitwerte vorgenommen.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse

Aufgrund des geringen Fremdwährungsanteils von 1,1 Prozent an den gesamten Kapitalanlagen hatten Wechselkurseinflüsse keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG.

Wesentliche Inflationseinflüsse waren aufgrund der sich zurzeit in engen Grenzen bewegenden Geldentwertungsraten ebenfalls nicht zu verzeichnen. Investitionen in Ländern mit hohen Inflationsraten haben wir nicht getätigt und planen dies auch nicht für die Zukunft.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente

Soweit Finanzderivate eingesetzt wurden, haben wir die aufsichtsrechtlichen Grundsätze streng beachtet. Optionsgeschäfte dienten in erster Linie der Kursabsicherung der Aktienbestände. Ihr Einsatz erfolgte in den Spezialfonds. Optionsscheingeschäfte wurden im Direktgeschäft zur Absicherung der Publikumsfonds getätigt. Kontrahentenrisiken bei bestehenden Vermögenswerten haben wir durch Volumenbeschränkungen sowie sorgfältige Auswahl der Partner begrenzt.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen

Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen erfolgten in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Davon entfielen bei den Sachanlagen 1,2 Millionen Euro auf EDV-Anlagen und Hardware. Weitere Anschaffungen betrafen im Wesentlichen Anlagen im Bau und Einbauten. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurden die größten Investitionen für EDV-Software in Höhe von 1,5 Millionen Euro getätigt. Die Mittel für diese Investitionen wurden im laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet. Im Rahmen eines Mietvertrages über Miteigentumsanteile für Gegenstände des Anlagevermögens werden Investitionen von unserer Gesellschaft getätigt und in Höhe des Nutzungsanteils der anderen Gesellschaften unserer Versicherungsgruppe weiterverrechnet.

Für die Zukunft planen wir keine besonderen Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen.

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