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Finanzlage


Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Eine grundsätzliche Zielsetzung des Finanzmanagements der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG ist ein effizientes Liquiditätsmanagement. Die überschüssige Liquidität wird ertragreich angelegt. Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf könnte im Bedarfsfall durch andere Gesellschaften der KarstadtQuelle Versicherungen ausgeglichen werden.

Im Rahmen des Finanzmanagements gewährleisten wir darüber hinaus jederzeit die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften und der Anforderungen aus den internen Risikomodellen.

Kapitalstruktur

Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG um 3,3 Millionen Euro auf 61,9 Millionen Euro gestiegen. Unverändert blieben die ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital in Höhe von 6,1 Millionen Euro. Die aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorschriften gebildeten Rücklagen für eigene Anteile erhöhten sich auf 2,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,0 Millionen Euro).

Die vorhandenen Eigenmittel, berechnet gemäß den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften, betrugen zum 31. Dezember 2009 315,5 Millionen Euro (Vorjahr: 275,8 Millionen Euro). Die notwendigen Eigenmittel beliefen sich auf 155,0 Millionen Euro (Vorjahr: 148,4 Millionen Euro). Die Überdeckung der Solvabilitätsspanne erhöhte sich um 33,1 Millionen Euro auf 160,5 Millionen Euro und beträgt jetzt 203,6 Prozent (Vorjahr: 185,8 Prozent).

Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln

Beschränkungen der Verfügbarkeit von Finanzmitteln lagen im Geschäftsjahr 2009 bei der KarstadtQuelle Lebensversicherung AG nicht vor.

Rückstellungen von wesentlicher Bedeutung

Am Bilanzstichtag beliefen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen auf 3,505 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,323 Milliarden Euro) und die anderen Rückstellungen auf 24,8 Millionen Euro (Vorjahr: 22,1 Millionen Euro). Bezogen auf die Bilanzsumme betrug der Anteil der Rückstellungen 90,1 Prozent (Vorjahr: 89,5 Prozent). Davon entfielen 89,4 Prozent (Vorjahr: 88,9 Prozent) auf die versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die Deckungsrückstellung bildet mit 90,0 Prozent (Vorjahr: 90,6 Prozent) den größten Posten innerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen. 2009 stieg die Netto-Deckungsrückstellung um 146,7 Millionen Euro auf 3,156 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,010 Milliarden Euro).

Den zweitgrößten Posten innerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen bildet die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB). Aus dem Geschäftsergebnis wurden der RfB, der Reserve für die künftige Überschussbeteiligung unserer Kunden, 77,7 Millionen Euro (Vorjahr: 16,6 Millionen Euro) zugeführt. Gleichzeitig wurden der RfB 51,7 Millionen Euro (Vorjahr: 48,1 Millionen Euro) entnommen, die wir den Kunden als Überschussbeteiligung für 2009 gutgeschrieben haben. Die RfB wies am Jahresende einen Stand von 309,3 Millionen Euro (Vorjahr: 283,3 Millionen Euro) auf und hat einen Anteil von 8,8 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent) an den versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die übrigen Anteile an den versicherungstechnischen Rückstellungen entfallen auf die Rückstellung für Beitragsüberträge, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und die Deckungsrückstellung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird. Sie beliefen sich 2009 auf insgesamt 39,5 Millionen Euro (Vorjahr: 30,6 Millionen Euro).

Liquidität

Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus laufenden Beitragseinnahmen und Einmalbeiträgen sowie Erträgen und Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit sind um 31,8 Prozent von 1.437,1 Millionen Euro auf 1.893,9 Millionen Euro gestiegen. Die Mittelzuflüsse aus den Erträgen, Rückflüssen sowie Veräußerungen von Kapitalanlagen beliefen sich im Jahr 2009 auf 988,1 Millionen Euro nach 735,3 Millionen Euro im Jahr 2008.

Die wesentlichen Mittelabflüsse ergeben sich aus den Ablaufleistungen sowie den Aufwendungen für Versicherungsfälle und für den laufenden Versicherungsbetrieb. Die Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierten sich im Geschäfts jahr um 8,3 Prozent von 886,7 Millionen Euro auf 812,9 Millionen Euro.

Vom Liquiditätssaldo in Höhe von 1.081,0 Millionen Euro (Vorjahr: 550,5 Millionen Euro) wurden unter Einbeziehung des Liquiditätsvortrages im Rahmen des Mandates der Strategischen Asset Allocation 1.070,4 Millionen Euro wieder am Kapitalmarkt angelegt.

Zum Geschäftsjahresende 2009 betrug der Liquiditätsbestand 44,4 Millionen Euro nach 33,8 Millionen Euro im Vorjahr.

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