1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die jährliche Gesamt-Gebäudemiete für das Verwaltungsgebäude beträgt derzeit 4,4 Millionen Euro. Mieter des Verwaltungsgebäudes sind die KarstadtQuelle Versicherung AG, die KarstadtQuelle Krankenversicherung AG und unser Unternehmen. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2018. Die Verpflichtungen aus diesem Mietvertrag belaufen sich für unsere Gesellschaft auf rund 1,8 Millionen Euro p.a.
Die von unserem Unternehmen, der KarstadtQuelle Versicherung AG und der KarstadtQuelle Krankenversicherung AG gemeinschaftlich begründeten Versorgungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern werden bei den KarstadtQuelle Versicherungen verteilt und als Rückstellungen für Pensionen, Versorgungsstufe 3, Jubiläum und Sterbegeld passiviert. Im Innenverhältnis der KarstadtQuelle Versicherungen erfolgt ein Ausgleich entsprechend der Verursachung auf die Gesellschaften. Im Außenverhältnis besteht eine gesamtschuldnerische Haftung unserer Gesellschaft in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Die Verpflichtungen für Pensionen sind durch den Pensionssicherungsverein abgedeckt.
Die Gesellschaft hat analog des BaFin-Rundschreibens R 3/2000 in Wertpapiere mit Abnahmeverpflichtungen, sogenannte Multi-Tranchen, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten investiert. Zum Bilanzstichtag weisen diese Papiere durchweg stille Reserven aus. Im Fall der Ausübung des Andienungsrechtes durch die Emittenten sind von der Gesellschaft in den Jahren 2010 bis 2016 entsprechende Papiere mit einem Volumen von insgesamt 100,0 Millionen Euro mit Zinssätzen zwischen 5,6 Prozent und 7,4 Prozent abzunehmen.
Die Gesellschaft ist gemäß §§ 124 ff. VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1,0 Promille der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Die zukünftigen Verpflichtungen hieraus betragen für die Gesellschaft 0,1 Millionen Euro.
Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1,0 Promille der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; Dies entspricht einer Verpflichtung von 3,2 Millionen Euro.
Zusätzlich hat sich die Gesellschaft verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1,0 Prozent der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 28,4 Millionen Euro.
Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen für IT-Hardware und Fahrzeuge betragen bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 Jahren ca. 0,5 Millionen Euro p.a.
2. Rückversicherungssaldo
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2009 |
2008 |
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€ |
€ |
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Rückversicherungssaldo |
–233.728 |
–677.434 |
Der Rückversicherungssaldo ist der Saldo aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und an den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb zuzüglich der Veränderung des Anteils des Rückversicherers an der Brutto-Deckungsrückstellung.
3. Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter
Die Unternehmen der KarstadtQuelle Versicherungen stehen untereinander in Organisationsgemeinschaft. Alle Mitarbeiter haben Anstellungsverträge mit allen drei Gesellschaften der KarstadtQuelle Versicherungen. Dienstverträge nur mit unserem Unternehmen bestehen nicht. Personalkosten werden den einzelnen Unternehmen entsprechend der Inanspruchnahme zugeordnet. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.791 Mitarbeiter bei den KarstadtQuelle Versicherungen beschäftigt. Die Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB befinden sich auf im Kapitel Gesellschaftsorgane.
4. Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvermittler, Personalaufwendungen
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2009 |
2008 |
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€ |
€ |
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1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvermittler im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft |
432.769 |
758.278 |
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2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvermittler im Sinne des § 92 HGB |
– |
– |
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3. Löhne und Gehälter |
28.312.727 |
25.606.208 |
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4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung |
4.887.761 |
4.638.286 |
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5. Aufwendungen für Altersversorgung |
490.791 |
627.679 |
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6. Aufwendungen insgesamt |
34.124.048 |
31.630.451 |
5. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr betragen für Vorstandsmitglieder 1,5 Millionen Euro, für Mitglieder des Aufsichtsrats 8 Tausend Euro. Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Bezüge in Höhe von 29 Tausend Euro angefallen. Für diesen Personenkreis bestehen Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 362 Tausend Euro. Bezugsrechte nach § 285 Nr. 9a Satz 2 und 3 HGB und § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG bestehen nicht.
Die Vergütung der Vorstände beinhaltet neben der Grundvergütung, Sachbezügen, Nebenleistungen, Tantieme, Bonus und Pensionsanwartschaft auch Wertsteigerungsrechte aus dem langfristigen Incentive-Plan. Langfristige Incentive-Pläne wurden von der Gesellschaft zum 1. Juli der Jahre 2005 bis 2009 aufgelegt. Die Pläne sind auf sieben Jahre angelegt. Im Berichtsjahr wurden 6.767 Wertsteigerungsrechte an die Mitglieder des Vorstands gewährt. Die Wertsteigerungsrechte haben zum Zeitpunkt ihrer Gewährung einen beizulegenden Wert von jeweils 15,84 Euro. Zusätzlich zu den langfristigen Incentive-Plänen werden Anteile am Mid-Term Incentive Programm gewährt.
Zukünftige Verpflichtungen aus den langfristigen Incentive-Plänen sichert die Gesellschaft mittels Münchener-Rück-Aktien ab. Grund- und Sicherungsgeschäfte wurden als Bewertungseinheit bilanziert. Bei den zu Sicherungszwecken gehaltenen Aktien, deren Buchwert über dem Basiskurs der Wertsteigerungsrechte liegt, wurde eine Rückstellung in Höhe des nicht gedeckten Anteils unter den „sonstigen Rückstellungen“ gebildet. Aus den Jahren 2005 bis 2009 bestehen Verpflichtungen mit einem Zeitwert von 302 Tausend Euro. Der Zeitwert wird anhand von anerkannten finanzmathematischen Bewertungsmethoden ermittelt.
6. Konzernvermerk
Unsere Gesellschaft ist im Besitz der ERGO Versicherungsgruppe AG, Düsseldorf, Konzernobergesellschaft ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, München. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in die nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS aufgestellten Konzernabschlüsse der ERGO Versicherungsgruppe AG und der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG zum 31. Dezember 2009 einbezogen. Somit liegen die Voraussetzungen zur Befreiung der Gesellschaft von der Konzernrechnungslegungspflicht vor. Die Konzernabschlüsse werden beim Elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und offengelegt. Auf Wunsch sind sie bei den Gesellschaften erhältlich.

