Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Eine grundsätzliche Zielsetzung des Finanzmanagements der KarstadtQuelle Krankenversicherung AG ist ein effizientes Liquiditätsmanagement. Die überschüssige Liquidität wird ertragreich angelegt. Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf könnte im Bedarfsfall durch andere Gesellschaften der KarstadtQuelle Versicherungen ausgeglichen werden.
Im Rahmen des Finanzmanagements gewährleisten wir darüber hinaus jederzeit die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften und der Anforderungen aus den internen Risikomodellen.
Kapitalstruktur
Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital der KarstadtQuelle Krankenversicherung AG um 17,8 Millionen Euro auf 62,2 Millionen Euro gestiegen. Aufgrund des weiterhin starken Wachstums hat die Gesellschaft einen steigenden Eigenkapitalbedarf. Im Jahr 2009 wurde daher eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 8,4 Millionen Euro vorgenommen. Außerdem wurde das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss in Höhe von 9,5 Millionen Euro gestärkt.
Die vorhandenen Eigenmittel, berechnet gemäß den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften, betrugen zum 31. Dezember 2009 62,0 Millionen Euro (Vorjahr: 43,9 Millionen Euro). Die notwendigen Eigenmittel beliefen sich auf 29,5 Millionen Euro (Vorjahr: 24,9 Millionen Euro). Die Überdeckung der Eigenmittel (Solvabilitätsspanne) beträgt 210 Prozent (Vorjahr: 176 Prozent).
Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln
Beschränkungen der Verfügbarkeit von Finanzmitteln lagen im Geschäftsjahr 2009 bei der KarstadtQuelle Krankenversicherung AG nicht vor.
Rückstellungen von wesentlicher Bedeutung
Am Bilanzstichtag beliefen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen auf 237,4 Millionen Euro (Vorjahr: 215,8 Millionen Euro). Davon ist die Deckungsrückstellung in Höhe von 184,9 Millionen Euro (Vorjahr: 168,0 Millionen Euro) die größte Position. Der Anteil der Deckungsrückstellung an den gesamten versicherungstechnischen Rückstellungen betrug 77,9 Prozent (Vorjahr: 77,8 Prozent). Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung belief sich auf 31,8 Millionen Euro (Vorjahr: 30,8 Millionen Euro) und ist mit 13,4 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent) die zweitgrößte Position der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden ausreichend mit Kapitalanlagen bedeckt. Die Abstimmung und Steuerung erfolgt im Rahmen des Asset-Liability-Managements.
Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben
Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde im Juli 2009 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 8,4 Millionen Euro geleistet.
Liquidität
Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus laufenden Beitragseinnahmen sowie Erträgen und Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit sind um 23,7 Prozent von 234,8 Millionen Euro auf 290,4 Millionen Euro gestiegen. Die Mittelzuflüsse aus den Erträgen, Rückflüssen sowie Veräußerungen von Kapitalanlagen beliefen sich im Jahr 2009 auf 47,0 Millionen Euro nach 32,2 Millionen Euro im Jahr 2008.
Die wesentlichen Mittelabflüsse ergeben sich aus den Aufwendungen für Versicherungsfälle und für den laufenden Versicherungsbetrieb. Die Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhten sich im Geschäftsjahr um 19,4 Prozent von 170,0 Millionen Euro auf 202,9 Millionen Euro.
Vom Liquiditätssaldo in Höhe von 87,5 Millionen Euro (Vorjahr: 64,8 Millionen Euro) haben wir unter Einbeziehung des Liquiditätsvortrages im Rahmen des Mandates der Strategischen Asset Allocation 98,9 Millionen Euro wieder am Kapitalmarkt angelegt.
Zum Geschäftsjahresende 2009 betrug der Liquiditätsbestand 12,7 Millionen Euro nach 24,1 Millionen Euro im Vorjahr.

